Kürbiscremesuppe

 

In letzter Zeit hat Kürbis erheblich an Beliebtheit gewonnen, und das ist gut so. Schließlich ist Kürbis ist ein wunderbar vielseitiges Herbstgemüse und randvoll mit den für unseren Körper so wichtigen Karotenen. Zutaten für KürbissuppeAuch beim Kürbis gilt die Regel: Die Kleinen sind die Feinen. Das Fruchtfleisch sollte so orangefarbig wie möglich sein, denn auf die bunten Karotene kommt es uns gerade an. Die schon fast roten Hokkaido-Kürbisse sind daher für Kürbiscremesuppe besonders empfehlenswert.

Und so geht es:

Der Kürbis wird sauber gebürstet und mit einem kräftigen Messer halbiert. Das wattige Innenleben lässt sich gut mit einem Löffel herausschaben. Wer die Kürbiskerne trocknet, hat später eine gesunde Knabberei.

Das Kürbisfleisch ungeschält in nicht zu dicke Stücke schneiden und gemeinsam mit säuerlichen Äpfeln (Kerngehäuse entfernen, ungeschält in Stücke schneiden), Knoblauch, Ingwer, rotem Chili, ein wenig Gemüse-Würzmischung oder Salz und in wenig Wasser dünsten. Dabei kommen auf einen halben Hokkaido-Kürbis durchschnittlicher Größe etwa zwei mittlere Äpfel, eine ziemlich große rote Chilischote, 2 bis 3 Knoblauchzehen und ein reichlich walnussgroßes Stück frischen Ingwer. Ist das Gemüse nach etwa 20 bis 25 Minuten weich, gebe ich Milch dazu. Dann wird alles mit dem Stabmixer zerkleinert, mit ein wenig Curry und einem Spritzer Worcestershire-Sauce Kürbissuppegewürzt, abgeschmeckt und nach Wunsch mit etwas Sahne angereichert. Ein Spritzer Limettensaft sorgt für Frische.

Die Suppe sollte cremig, sehr aromatisch und auch etwas scharf sein. Sie erinnert im Geschmack ein wenig an Thai-Currys. Das Ergebnis ist verblüffend und ausnehmend lecker. Damit lässt sich sogar der Herbst und die damit verbundene Aussicht auf den Winter etwas besser ertragen. Zeitweise zumindest.

Variationen

Eine etwas andere Geschmacksnote erhält man, wenn man vor dem Pürieren eine reife, aromatische Mango oder eine Papaya dazugibt. Auch ein kleines Stückchen Banane kann man mal versuchen, das macht die Suppe noch cremiger, kann aber leicht zu geschmacksdominierend werden, also vorsichtig dosieren. In diesem Fall würde ich auch etwas mehr Curry verwenden. Eine etwas dickflüssigere Variante der Kürbiscremesuppe eignet sich vorzüglich als Sauce für vegetarische Gerichte oder für Geflügelfleisch.

Kürbiscremesuppe mit Huhn

Etwas gehaltvoller wird die Kürbiscremesuppe, wenn statt Wasser eine kräftige Hühnerbrühe verwendet wird. In diesem Fall wird die Flüssigkeitsmenge zum Dünsten etwas großzügiger bemessen, denn die aromatische Brühe soll ja der Suppe ihren Charakter geben. Zum Abrunden empfehle ich hierbei flüssige Sahne. Ansonsten geht alles so, wie oben beschrieben. Einige mundgerecht zerschnittene Stückchen des gekochten Hühnerfleisches gehören als Einlage in die pürierte Suppe.

Diese Suppe hat einen durchaus eigenen Charakter, ist im Geschmack voller und runder als die vegetarische Form. Hier werden die Anklänge an ein Thai-Chicken-Curry noch deutlicher. Wer mag, unterstützt diesen Eindruck durch etwas Kokosmilch und etwas Zitronengras. Einige Tropfen Limettensaft gehören in jedem Fall in die fertige Suppe.

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