Knoblauch: Gesund & Gut

 


KnoblauchzwiebelnWie schön, dass die wachsende Vorliebe vieler Menschen für die Mittelmeerküche auch dem Knoblauch eine wachsende Wertschätzung eingebracht hat. Wer sich zudem den unbestrittenen gesundheitlichen Nutzen des Knoblauchs vergegenwärtigt, könnte auf die Idee kommen, ihn täglich zu genießen. Knoblauch gilt als natürliches Antibiotikum und Antiseptikum, manche sprechen im Zusammenhang mit Knoblauch gar von „russischem Penicillin“.

Bereits beim Bau der ägyptischen Pyramiden soll er seine segensreiche Wirkung entfaltet und die Arbeiter gesund und leistungsfähig erhalten haben. Den Ägyptern galt er als heilige Pflanze. Vier ganze Knollen soll die Tagesration der Pyramidenbauer pro Mann betragen haben.

Theriak, das berühmteste Arzneimittel der Antike und des Mittelalters, ist eine Sammelbezeichnung für magisch hergestellte komplizierte Mixturen, die als universelle Gegengifte und lebensverjüngende Elixiere galten – und Knoblauch galt als Theriaca rusticorum, der Theriak der einfachen Leute.

Angeblich konnte KnoblauchzöpfeKnoblauch als Bestandteil des „Vier-Räuber-Essigs“ – Acetum aromaticum – sogar vor Pest schützen. Diese Fähigkeit ist Gott sei Dank zurzeit nicht gefragt. Vor der Entdeckung der Antibiotika diente Knoblauch besonders in Kriegszeiten zur Wundbehandlung. Seeleute nahmen reichlich Knoblauch mit auf ihre Reisen.

Kein Wunder, dass sich um ein derart heilkräftiges Mittel viele Sagen und Legenden ranken. So wird dem Knoblauch eine zauberkräftige Wirkung gegen Hexen und Teufel nachgesagt. Geradezu legendär ist seine Fähigkeit, Vampiren lähmendes Entsetzen einzujagen.

Bis heute werden dem Knoblauch in der Volksmedizin Wunderwirkungen bei der Bekämpfung von Alterserscheinungen zugeschrieben. Besonders wirksam ist er bei Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten, und zur Vorbeugung von altersbedingten Gefäßveränderungen wie Arterienverkalkung. Im Gegensatz zu andern Heilkräutern, haben diese Wirkungen jedoch längst breite wissenschaftliche Anerkennung gefunden.

So gibt es keinen Zweifel mehr gibt es an der blutverdünnenden und cholesterinsenkenden Wirkung von Knoblauch. Zwei bis drei Zehen pro KnoblauchTag gelten als wirkungsvolle Vorbeugung gegen Schlaganfall und Herzinfarkt. Wegen seiner blutzuckersenkenden Wirkung wird er besonders von Menschen geschätzt, die an Altersdiabetes leiden. Auch die blutdrucksenkende Wirkung von Knoblauch wurde vielfach bestätigt. Kein Wunder also, dass neuerdings auch Wissenschaftler ihn als „Wunderdroge“ preisen. Außerdem enthält Knoblauch Selen und andere Stoffe, denen gerade in letzter Zeit eine große Rolle bei der Krebsvorbeugung zugeschrieben wird.

Knoblauch wirkt zudem schleimlösend und bringt die Körpersäfte zum Fließen. So wirkt er vorbeugend gegen Husten und Erkältungskrankheiten. Diese Eigenschaften machen ihn auch zu einem einzigartigen Heilmittel bei Infektionen der Atemwege, Erkältungen und Grippe. Besonders intensiv und lecker entfaltet der Knoblauch seine gesundheitliche Wirkung in einer heilsamen Hühnersuppe.

Seine keimtötende, antibakterielle und antimykotische Wirkung ist nicht nur nützlich bei Erkältungskrankheiten, sondern macht auch Infektionen im Magen-Darm-Trakt den Garaus, die durch Bakterien, Viren oder Pilze hervorgerufen wurden. Äußerlich hat sich zerdrückter Knoblauch bei Warzen, Hautpilzen und Herpes bewährt.

Knoblauch enthält Alliin, aus dem sich unter Einwirkung eines Fermentes das antibiotisch wirkende Allicin bildet, viele Vitamine, Saponine und Fermente. Außerdem finden sich im Knoblauch Hormone, die ähnlich wie männliche und weibliche Sexualhormone wirken. Wen wundert’s da, dass Knoblauch immer wieder eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt wurde.

So sieht frischer Knoblauch aufgeschnitten ausUnd wie soll man diese „Wunderdroge“ nun konsumieren, um den größten gesundheitlichen Nutzen zu haben? Hildegard von Bingen weist darauf hin, dass die gesundheitsfördernden Kräfte nur dem frischen Knoblauch innewohnen. Heute sind die Ratschläge etwas differenzierter. Rohen zerkleinerten Knoblauch eine Weile stehen lassen, dann bildet sich Allicin. Dieser Stoff tötet nach neueren Erkenntnissen Bakterien ab, stärkt die Immunfunktion und soll auch vorbeugend gegen Krebs wirken. Gekochter Knoblauch hingegen verflüssigt das Blut und die Körpersäfte wohl besonders gut. Am besten also, man isst ihn sowohl roh als auch gegart. Lesen Sie weiter...

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