Knoblauch: Beet & Balkon

 


Knoblauch braucht guten lehmigen bis sandigen, vor allem durchlässigen Boden. Nährstoffreiche Schwemmlandböden wie im „Knoblauchland“ bei Nürnberg/Fürth sind ideal. Vollsonnige, möglichst warme Lagen sind für den Anbau wichtig. Die Zehen werden am besten im September oder KnoblauchzöpfeOktober gesteckt, die Ernte fällt dann im darauf folgenden Jahr in die Monate Juli und August.

Das Laub beginnt zu dieser Zeit abzusterben. Bei trockener Witterung wird gerodet, und für einige Tage bleibt das Erntegut zum Abtrocknen und Einziehen liegen. Dunkel, luftig und kühl sollte Knoblauch eingelagert werden. Getrocknetes Kraut kann man entfernen, aber auch zum Flechten der traditionellen Knoblauchzöpfe verwenden.

Zwei nützliche Hinweise: Wer in Töpfen vorkultivierte Pflanzen verwendet, kann von den üblichen Pflanzzeiten abweichen. Und: Bleibt Knoblauch zu lange im Boden, werden die Knollen und Zehen immer kleiner und es kann zu einer massenhaften Verbreitung durch die kleinen Brutzwiebeln kommen.

Jürgen Dahl empfiehlt, die Brutzwiebeln zur Frischer KnoblauchNachzucht zu verwenden. „Wenn wir im September die Brutzwiebeln von den Blütenböden lösen, auf gelockertem Beet ausstreuen und leicht andrücken, dann entwickeln sich daraus bis zum Juni des nächsten Jahres mindestens haselnussgroße Jungzwiebeln, und diese brauchen wir nicht in der Erde zu lassen, bis sie, im nächsten Jahr, zu ausgewachsenen Knollen geworden sind, sondern wir können sie ernten. Sie sind genauso scharf und knackig wie die Zehen der Knolle.“ (Jürgen Dahl, Nachrichten aus dem Garten, Manuscriptum Verlagsbuchhandlung 1999, S. 357).

Dieser Empfehlung kann ich aus vollem Herzen zustimmen, denn genauso habe ich es jahrelang praktiziert: In Pflanzkübeln auf meinem Dachgarten. Das ist also eine nachahmenswerte Methode für all die sympathischen Fanatiker, die auf ganz frischen Knoblauch nicht verzichten können, aber nicht über einen eigenen Garten verfügen. Lesen Sie weiter...

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