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Nach Verwendungsmöglichkeiten für das Kraut mit den filigranen
Blattwedeln sucht man in gängigen Kochbüchern vergebens. Lediglich
als Zutat der erzgebirgischen Köpernikelsuppe und für Kräuterquark
taucht Bärwurz bisweilen in älteren Kochbüchern auf. Im
schottischen Hochland wurde die aromatische Wurzel früher als Gemüse
zubereitet.
Bekannt sind auch Verwendungsmöglichkeiten der Wurzel als Bestandteil
von Aufläufen. Wer hat jedoch eine solche Menge „Bärwurzeln“
zur Verfügung, um diese Anregung realisieren zu können? Es geht
also hier um das Kraut. Zum Vergessen ist der attraktive Doldenblütler
mit den leuchtend grünen Blättern nämlich viel zu schade.
Wenn man die fein zerteilten Blätter der dekorativen Pflanze zerreibt,
verströmen sie einen feinaromatischen, etwas süßlichen
Duft, der an Fenchel, Dill und Liebstöckel erinnert. Die frischen
Blätter erweisen sich überall dort als gute Wahl, wo man auch
die
Duft-Verwandten Fenchel, Dill oder Liebstöckel einsetzen würde:
Also zu Ei, in Suppen, zu Fisch, in Saucen, zu Kräuterbutter und
Quark. Ihr feines, komplexes Aroma harmoniert gut mit Schnittlauch, wird
jedoch von Aromabomben wie beispielsweise Bärlauch
völlig erschlagen. Also behutsam kombinieren!
Das Aroma des Krautes ist nicht so intensiv wie das von Fenchel oder
Liebstöckel. Aber manchmal möchte man es ja vielleicht etwas
subtiler und zurückhaltender. Dann ist man bei Bärwurz richtig.
Am besten sind die jungen Blätter. Die harten Stängel sind sehr
widerständig und kein Genuss. Ganz junge Blütendolden lassen
sich als essbare Dekoration verwenden.
Das Kraut möglichst vor der Blüte ernten, frisch verbrauchen
und erst unmittelbar vor der Verwendung sehr fein schneiden. Das setzt
die aromatischen ätherischen Öle frei. Im Gegensatz zu Dill
bewahrt Bärwurz sein Aroma auch beim Trocknen. Lesen
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