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Pur und unverfälscht erscheint der subtile Geschmack in einer cremigen
Bärwurzsuppe. Vielleicht ist das ja eine Alternative zur traditionellen
Frühlings-Kerbelsuppe. Eine Bärwurzsuppe
mit Parmesan-Croutons ist ein leckeres, leichtes Abendessen. Mit einer
verfeinernden Einlage – das könnten beispielsweise ein paar
Stückchen Stremellachs sein – wird daraus eine nicht alltägliche
Vorsuppe für das Essen mit Freunden.
Wer gebratenen oder gedünsteten Fisch
mag, sollte mit Bärwurz experimentieren. Man kann ganze Fische wie
Forelle oder Saibling mit Zitrone, Salz und Pfeffer würzen, ihren
Bauch mit reichlich Bärwurz füllen und mit einer Rouladennadel
verschließen. Dann in Butter braten, den Bratensatz mit Weißwein
ablöschen und mit Creme fraiche binden. Zum Schluss reichlich fein
gehackte Bärwurzblätter dazu, und fertig ist die Forelle mit
Bärwurz-Sahne-Sauce.
Einen Versuch wert ist Quark mit Schnittlauch und Bärwurz. Probieren
Sie doch einmal einen leichten, cremigen Joghurt-Quark.
Dazu eignet sich griechischer oder türkischer Joghurt mit einem Fettgehalt
von 10% besonders gut. Einfach den Joghurt in ein Sieb geben und etwas
abtropfen lassen. Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist, werden
die sehr fein geschnittenen Kräuter untergerührt. Mit Salz und
Pfeffer aus der Mühle würzen.
Sehr empfehlenswert ist ein Omelette mit dem würzigen
Kraut. Sahnesaucen mit Bärwurz eignen sich sehr gut, um Eierspeisen
zu begleiten – eine aparte Interpretation der betagten Eier mit
Senfsauce. Junge Bärwurzblättchen sind empfehlenswert als Bestandteil
von Kräuterbutter. Gurkensalat und Gurkengemüse bekommen durch
Bärwurz eine ganz besondere Note.
Wer wirklich reichlich Bärwurz-Wurzeln im eigenen Garten hat, kann
dünne Scheibchen (wie Möhren) in wenig Wasser und etwas Butter
dünsten. Mit Petersilie bestreut ergibt das eine ungewöhnliche
Gemüsebeilage, die sicher niemand auf Anhieb erkennt. Die Wurzeln
lassen sich auch als Aromazutat für selbst gekochte Brühe verwenden,
wenn Liebstöckel als zu markant empfunden wird.
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