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Obwohl der urtümliche Bärlauch einen intensiven Knoblauchgeruch
verströmt, ist sein Geschmack viel zarter als der des verwandten
Knoblauchs. Deshalb können sich auch Menschen mit den aromatischen,
gesundheitsfördernden Blättern anfreunden, die dem Knoblauch
nicht so viel abgewinnen können. Als
weiterer Vorteil mag für Knoblauch-Verächter gelten, dass der
maßvolle Bärlauch-Genuss keine Geruchsspur hinterlässt.
Essbar ist bei dieser Pflanze alles: Die Blätter, die schönen
weißen Blüten, die eine aparte Dekoration abgeben, die Samen,
die man wie Minikapern einlegen kann, und selbstverständlich auch
die Zwiebeln. Doch wer möchte sich schon die nächste Ernte versagen,
indem er die Pflanze komplett verspeist. Zur Sicherung der nächsten
Ernte sollte man der Pflanze ein Blättchen lassen, damit die Zwiebel
beim Vergilben der Blätter ihre Nährstoffspeicher füllen
kann. Vor der Blüte sind die würzigen Blätter
fein und zart, blühender Bärlauch ist deutlich geschmacksintensiver
und die Blätter werden grober. Vielleicht findet man deshalb häufig
den Rat, Bärlauch nur vor der Blüte zu essen?
Nur frischer Bärlauch bringt's in der Küche; getrocknet oder
eingefroren verändern sich die schwefelhaltigen ätherischen
Öle, das Kraut verliert an Aroma und aus ist es mit den Küchenfreuden.
Die gepflückten Blätter welken schnell, deshalb sollte nicht
allzu viel Zeit zwischen der Ernte und dem Verzehr vergehen. Wer Bärlauch
ein bis zwei Tage aufheben will, sollte ihn in ein feuchtes Küchentuch
einschlagen oder feucht in einen Folienbeutel packen und im Gemüsefach
des Kühlschrankes aufbewahren.
Und wie lässt sich Bärlauch konservieren? Am besten ist es,
die Blätter ganz fein zu zerschneiden und in Olivenöl einzulegen,
oder gleich gemeinsam mit dem Öl zu mixen. Das Bärlauch-Öl
ist für viele Gerichte verwendbar und hält sich, luftdicht in
kleinen, sauberen Gefäßen kühl und dunkel aufbewahrt,
mehrere Monate.
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