Bärlauch: Gesund & Gut

 


Die Zahl der Bärlauch-Anhänger wächst Jahr für Jahr. Eine regelrechte Modepflanze ist der Waldknoblauch inzwischen geworden. Deshalb werden seine Vorzüge in jedem Frühjahr aufs Neue in den Medien gepriesen. Im Gegensatz zum echten Knoblauch, den erst die Römer zu uns brachten, ist Bärlauch ein seit Urzeiten geschätztes heimisches  Wildkraut mit heilkräftiger Wirkung.

Alten Mythen zu Folge soll Bärlauch ebenso wie auch Knoblauch Vampire fern halten, aber auch Hexen und Schlangen abwehren. BärlauchblütenAuch als Aphrodisiakum war Bärlauch bei unseren Vorfahren ein geschätztes Mittelchen. Den mittelalterlichen Namen „Speerlauch“ verdankte die Pflanze ihrer Heilwirkung bei Verletzungen und Stichwunden.

Ganz neues Wissen bestätigt, dass unsere Vorfahren mit ihrer Wertschätzung für Bärlauch genau richtig lagen. Möglicherweise ist Bärlauch in seiner gesundheitlichen Wirkung dem Knoblauch sogar überlegen, da uns auch heute noch die ursprüngliche, züchterisch nicht veränderte Wildform zur Verfügung steht. Vor allem durch die günstige Zusammensetzung seiner Inhaltsstoffe ist er außerdem für viele Menschen gut verträglich.

Besonders Menschen, die unter zu hohem Blutdruck und Arteriosklerose zu leiden haben, Allium ursinumsollten sich dem Bärlauch zuwenden. Damit endet aber längst nicht das Wirkungspotential, denn Bärlauch hat es in sich.

Bei einer Vielzahl von schmerzhaften oder lästigen Alltagsgebrechen wird Bärlauch ein Linderungs- oder Heilungseffekt zugeschrieben. Hierzu Pfarrer Künzle in einem alten Kräuterbuch: „Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch.“ Bei Blähungen und Durchfall, Husten, Rheuma, Schwächezuständen und Hautunreinheiten entfaltet der Alleskönner seine segensreiche Wirkung. Bärlauch regt die Verdauung an, er hilft Galle und Leber. Für die „blutreinigende“ Frühjahrskur ist das Kraut deshalb unverzichtbar.

Bärlauch enthält eine geringere Konzentration an schwefelhaltigen Geruchsstoffen als Knoblauch. Zusammen mit dem Chlorophyll des Blattes ist die Geruchswirkung eher gering. Verächter von Knoblauchduft wissen das zu schätzen. Außer den gesundheitsfördernden Schwefelverbindungen (u. a. Allicin)  finden sich in dem Kraut viel Vitamin C, Flavonoide, Mineralstoffe und Spurenelemente. Am wirksamsten ist das frische Kraut, deshalb sollte man die kurze Vegetationsperiode nutzen. Lesen Sie weiter...

 
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