Bärlauch: Beet & Balkon

 


Bärlauch liebt einen nährstoffreichen, humosen Boden und lichten Schatten unter Laubbäumen oder Hecken an frühjahrsfeuchten Standorten. Er mag Wärme, kann jedoch direkte Sonne auf seinen Blättern nicht leiden. Bärlauch am NaturstandortWer Bärlauch im Garten kultivieren möchte, sollte ihm daher annähernd die gleichen Bedingungen wie am Naturstandort bieten können.

Für eine schützende und humusspendende Mulchschicht aus Herbstlaub oder reifem Kompost ist Bärlauch dankbar. Saure Böden sollten ab und zu etwas Kalk erhalten. Eine zusätzliche Düngung braucht Bärlauch nicht, handelt es sich doch um eine züchterisch völlig unbeeinflusste Wildpflanze.

An zusagenden Stellen breitet sich Bärlauch über Selbstaussaat und Brutzwiebeln stetig aus. Von solchen Beständen kann, insbesondere zur Blütezeit ein beträchtlicher Knoblauchduft ausgehen.Allium ursinum Doch wahre Feinschmecker wird das eher anziehen als abschrecken.

Bereits im Mai/Juni beendet die Pflanze ihr oberirdisches Dasein. Nach dem Laubaustrieb der Bäume und Sträucher wird es ihr zu finster, sie zieht ein und treibt erst im Folgejahr wieder aus. Im Garten können dadurch unschöne kahle Stellen entstehen.

Durch die Wahl geeigneter Pflanzpartner lässt sich dies vermeiden: Waldmeister, Nessel-Glockenblume, Leberblümchen, Türkenbundlilie, Lungenkraut, Mondviole und Sauerklee bilden mit Bärlauch naturhaft wirkende Pflanzengemeinschaften. Auch spät austreibende schattenverträgliche Blattschmuckstauden wie Funkien oder Farne können den nahrhaften Schattengarten am selben Standort bereichern.

Die richtige Pflanzzeiten für Bärlauch sind entweder im Herbst (Brutzwiebelchen oder bewurzelte Zwiebeln in Töpfen) oder im zeitigen Frühjahr (bewurzelte Zwiebeln in Töpfen). Allerdings können bewurzelte Zwiebeln im Topf auch außerhalb dieser Zeiten gepflanzt werden. Lesen Sie weiter...

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