Gemüse-Würzmischung

 


Bei dieser wunderbaren traditionellen Würzmischung auf Gemüsebasis sollten die Mengen großzügig bemessen werden. Überdies ist etwas Kraftaufwand erforderlich, doch ansonsten ist die Zubereitung denkbar einfach und das Ergebnis überzeugend.

Das wird benötigt:Zutaten für Gemüse-Würzmischung, leider ohne Petersilienwurzeln

  • Sellerie (Knolle und Laub)
  • Petersilie (Wurzel und Laub)
  • Möhren
  • Lauchstangen
  • Paprikaschoten, am besten rote
  • Knoblauch, Chili und Ingwer
  • Zwiebeln
  • Liebstöckel („Maggikraut“) und andere frische Kräuter wie Thymian, Oregano, Rosmarin, Salbei, Bergbohnenkraut, Zitronenmelisse
  • Lorbeer, Piment, Pfeffer
  • Salz (Ich verwende Meersalz.)

Auf geht’s:

In sinnvollen Proportionen (die richten sich nach erwünschter Geschmacksnote, der Jahreszeit und persönlicher Vorliebe) werden alle Bestandteile der Mischung durch den Fleischwolf gedreht oder in der Küchenmaschine zerkleinert. Dabei kann man bei Kräutern und Gewürzen sehr großzügig sein.

Ich verwende MeersalzDie entstandene Gemüsemischung wird mit Salz gut vermischt. Alte Rezepturen empfehlen ein Verhältnis von etwa 4 zu 1, also 20% Salz. Ich habe es auch mit deutlich weniger Salz probiert – geht sehr gut.

Gut eine Stunde stehen lassen und die Mischung immer mal umrühren. Angestrebt wird eine homogene Mischung ohne oxidierende Luftblasen. Hat sich alles gut vermischt und das Salz aufgelöst, wird die Gemüse-Salz-Mischung in saubere Schraubgläser gefüllt. Dabei etwa einen Zentimeter Platz bis zum Rand lassen.

Wer Salz eher sparsam verwendet hat, sollte zusätzlich eine dünne Salzschicht auf die Oberfläche streuen. Die Gläser fest verschließen. Kühle Lagerung verlängert die Haltbarkeit, dunkle Lagerung bewahrt die Farbe.

Einmal mehr: Jahreszeitprinzip

Zerkleinertes Gemüse und KräuterDer beste Zeitpunkt für die Herstellung dieser Würzmischung ist der Sommer oder der frühe Herbst, wenn alle Zutaten reichlich, frisch und vor allem nicht aus Treibhäusern, sondern vom heimischen Feld auf dem Markt zu haben sind und die eigenen Kräuter ohnehin zurückgeschnitten werden sollten. Empfehlenswert ist, sich zu diesem Zeitpunkt einen Jahresvorrat der Würzmischung anzulegen.

Diese Gemüse-Würzmischung ist ausgesprochen vielseitig einsetzbar. Man verwendet sie überall beim Kochen oder Dünsten, wo ansonsten bisher die käuflichen Produkte zum Einsatz kamen oder die Verwendung von Brühe sinnvoll erscheint, also für Suppen, beim Schmoren, zum Dünsten von Gemüse usw. Zusätzliches Salzen erübrigt sich dabei.

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