Ergänzungsfähige Zusammenstellung empfehlenswerter Kochbücher

 


Für diejenigen, die sich hin und wieder der Grundlagen vergewissern wollen, empfehle ich diese beiden Bücher:

Die große Schule des KochensWILLAN, Anne: Die große Schule des Kochens
München 1996 (Christian; Lizenzausgabe Manufactum),
528 Seiten.

Wenn es um Grundlagenwissen auf hohem Niveau geht, ist es sicherlich eines der besten Kochbücher in deutscher Sprache; mir jedenfalls ist kein besseres dieser Art bekannt. Hier dominieren Zubereitungstechniken, ergänzt um Warenkundliches und beispielhafte Rezepte. Ein überaus empfehlenswertes Buch, das sich auch hervorragend als Geschenk eignet.

 

Die neue große SchuleZABERT, Arnold: Kochen. Die neue große Schule
Augsburg 1994 (Zabert-Sandmann, Lizenzausgabe Weltbild), 292 Seiten.

Ein Grundlagenkochbuch für Anfänger. Seine Vorzüge liegen in der klaren Gliederung und der Übersichtlichkeit der Darstellung, die auch viele Einzelschritte bei bestimmten Zubereitungstechniken bildhaft illustriert und Varianten beschreibt. Wer nicht gerne lange Texte liest, ist hier richtig. Beachtenswert ist der sehr günstige Preis.

 

 

Ergänzend drei weitere Bücher, denen ich viele Anregungen verdanke:

CulinariaRÖMER, Joachim, DITTER, Michael (Hrsg.):
Culinaria. Europäische Spezialitäten
2 Bände. Köln 1995 (Könemann) 735 Seiten.

Eines der schönsten und informativsten Bücher aus meiner Sammlung von Koch- und Küchenbüchern. Es verschafft einen umfassenden Überblick über die europäische Küche – mit ausführlicher Warenkunde und charakteristischen Rezepten. Nicht ganz billig, aber gemessen an Umfang und Qualität in jedem Fall seinen Preis wert. Sehr zu empfehlen!

Das KochbuchMEUTH, Martina, NEUNER-DUTTENHOFER, Bernd:
Das Kochbuch
München 1997 (Droemersche Verlagsanstalt). 762 Seiten.

Gewiss ein Buchtitel, der auf Selbstbewusstsein schließen lässt, vor allem in Verbindung mit dem Untertitel („Die 700 besten Rezepte der internationalen Küche“). Das Autorenpaar ist vor allem durch seine Kochsendungen im Fernsehen bekannt geworden. Die hier vorgelegte Rezeptsammlung (mit ergänzenden Tipps für die „ideale Küche“) ist sehr umfassend, gründlich und ebenso kenntnisreich wie flüssig geschrieben.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Gelegenheiten mit überwiegend gut nachkochbaren Rezepten, das sich wohltuend abhebt von manch anderen Kochbüchern - auch von einigen der beiden kochenden Journalisten, die streckenweise an ein Foto-Familienalbum erinnern.

Kochkunst mit Vincent KlinkKLINK, Vincent: Kochkunst mit Vincent Klink.
Karlsruhe 1998 (Braun), 96 Seiten.

Das ist im Vergleich mit dem Umfang vieler Kochbücher ein eher bescheidenes Werk. Was aber den Inhalt betrifft, so ragt es über den üblichen Standard weit hinaus. Klink, Meisterkoch aus Stuttgart, erläutert zunächst höchst anschaulich und überzeugend die Grundlagen seiner „Koch-Philosophie“, um dann eine hinreichend große Zahl wunderbarer Rezepte zu beschreiben. Die verlocken auch deshalb zum Ausprobieren, weil es keine überdrehten Gerichte der vermeintlichen Haute Cuisine sind, sondern sehr solide, im besten Sinne traditionelle Speisen.

Kursbuch gesunde ErnährungMÜNZING-RUEF, Ingeborg:
Kursbuch gesunde Ernährung
München 1999 (Zabert-Sandmann), 432 Seiten.

Dieses Buch einer Medizinjournalistin ist gründlich recherchiert, zweckmäßig aufgebaut und erfreulich gut lesbar. Überdies ist es ausgesprochen reichhaltig bebildert, ohne damit der Unsitte zu folgen, magere Texte durch schwelgende Fotos zu ersetzen. Die Autorin beschreibt einleitend die Komplexität (und somit auch die durch Nahrung auslösbaren Gefährdungen) des Verdauungssystems, erläutert die Bedeutung der wichtigsten Grundsubstanzen unserer Ernährung und zeigt anschaulich und überzeugend, dass die allermeisten natürlichen Nahrungsmittel bei richtiger Verwendung als äußerst wirksame Mittel in der „Küche als Apotheke“ einsetzbar sind.

Mit dem Hinweis auf eine besonders schöne Buchausgabe beginnen die Buchempfehlungen zur internationalen Küche

italienisch kochenBERNASCONI, Carlo, TEUBNER, Christian:
Italienisch Kochen
Edition Teubner, München 1999, 447 Seiten

Vermutlich haben Teubner und Bernasconi mit diesem umfangreichen, leider nicht ganz billigen Werk das derzeit wohl beste Buch über italienische Küche vorgelegt. Der Leser und die Leserin spüren förmlich, dass es der Ehrgeiz der Autoren ist, gründliche Information und Ästhetik miteinander zu verbinden. Was ich ihnen besonders hoch anrechne: Bernasconi und Teubner demonstrieren ebenso eindrucksvoll wie übersichtlich, welche enorme Vielfalt ausgezeichneter Gerichte die italienische Küche zwischen Meran und Palermo hervorgebracht hat. Da sind am Ende die vergleichsweise spärlichen Ausführungen über Pizza fast schon eine Art Zugeständnis an noch bestehende Vorurteile über des Italieners vermeintlich liebstes Gericht. Nach dem Lesen dieses Buches werden es ein paar Vorurteile weniger sein.

Knoblauch-KücheHALE, Sophie: Knoblauch-Küche
Köln 1995 (Könemann), 128 Seiten.

Viel Wissenswertes über Knoblauch im Garten, in der Geschichte und in Mythen und Sagen. Viele empfehlenswerte Rezepte – von Suppe bis Dessert – natürlich alles mit Knoblauch.

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