| |
Wenn ich von mediterranen Kräutern spreche, so weiß ich, dass
das ein interpretationsfähiger Begriff ist. Ich verstehe darunter
vor allem Salbei,
Rosmarin,
Thymian,
Oregano und auch Basilikum.
Jedes dieser Kräuter ist so wichtig, dass es eine gesonderte Beschreibung
verdient.
Die Mittelmeerküche kennt allerdings noch weitere Kräuter,
die regional unterschiedliche Wertschätzung erfahren, beispielsweise
Fenchel, Estragon, Bohnenkraut, Lavendel,
Melisse, Dill und Lorbeer. Nicht zu vergessen:
Minze in fast zahllosen
Variationen. Auch darüber wird noch reden sein.
Es wäre eine grobe Vereinfachung, mediterrane Kräutergemeinschaften
mit einer Kräuter-Kombination gleich zu setzen, die auch in unseren
Breitengraden längst Einzug in die Küchen gehalten hat, den
bekannten Kräutern der Provence. Gerade hier erleben wir das erstaunliche
Phänomen, dass sich bei näherem Hinsehen ein scheinbar vertrautes
Produkt in verschiedenen unbekannten Varianten zeigen kann. So gibt es
zwar die undefinierte beliebte Mischung Kräuter der Provence
(Herbes de Provence) in jedem Supermarkt, doch in der Heimat dieser
Kräuter kennt man eine große Anzahl verschiedener Zusammenstellungen.
Vor allem auf südfranzösischen Märkten erhält man
Herbes de Provence in variablen Mischungen, jeweils abgestimmt für
bestimmte Gerichte und durchaus nicht nur getrocknet. Was bei uns unter
diesem Namen verkauft wird, ist in aller Regel eine Mischung aus Rosmarin,
Thymian und – geradezu zwingend – Oregano. Mitunter finden
sich auch Beimischungen von Bohnenkraut, Basilikum, Salbei, Lorbeer oder
Fenchel. Lesen
Sie weiter... |
|
|