Basilikum: Beet & Balkon

 

Hier herrscht OpulenzSieht man einmal vom afrikanischen Strauch-Basilikum ab, ist es in unseren Breitengraden so gut wie unmöglich, Basilikum überwintern zu lassen. Basilikum ist ein äußerst kälteempfindliches, obendrein licht- und wärmebedürftiges Kraut, das hierzulande einjährig ist. Schade eigentlich. Wer also frisches Basilikum aus eigenem Anbau wünscht, kommt kaum umhin, einmal im Jahr Basilikum neu zu pflanzen, am besten nach den „Eisheiligen“ Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Schon Temperaturen unter 10 Grad werden von den meisten Basilikum-Sorten nicht vertragen.

In warmen Sommern lässt sich Basilikum an sonnigen und windgeschützten Stellen in großen Töpfen sehr gut heranziehen und regelmäßig ernten. Wenn Sie Basilikum gleich in mehreren Töpfen kultivieren, können Sie in sonnenreichen Sommern auch ihre Nachbarn regelmäßig mit frischem Basilikum erfreuen, denn die Pflanzen erreichen oft einen halben Meter Höhe und treiben nach dem Abernten der Spitzen immer wieder tapfer nach. Ganz wichtig: Sorgen Sie für eine stets ausreichende Bewässerung! Einige allgemeine Tipps zu Kräutern in Töpfen und Kübeln finden Sie hier.

Und so kommen Sie zu einer reichen Basilikum-Ernte:

Kleine Blätter, große ErnteZunächst sollten Sie beim Einkauf auf gesunde Jungpflanzen achten, am besten solche aus bewährt guten Gärtnereien. Foliengeschützte hochgedüngte Treibhauspflanzen aus dem Supermarkt sind meistens für den sofortigen Verzehr vorgesehen. Sie eigenen sich weder für eine längere Aufbewahrung in ihrem engen Plastiktöpfchen noch für die Auspflanzung in größere Töpfe.

Basilikum-Pflänzchen werden üblicherweise zu mehreren in Töpfchen angeboten. Wer Wert auf Basilikum-Vielfalt legt, muss in der Regel zur Selbsthilfe greifen und selber säen. Samen gibt es in wesentlich größerer Sorten-Vielfalt als Pflanzen. Ab März kann man säen und Basilikum auf der Fensterbank vorkultivieren. Basilikum ist ein Lichtkeimer, deshalb die Samen nur sehr dünn mit ein wenig Erde bestreuen.

...und der klägliche BeginnBasilikum wächst rasch und braucht Platz, um sich zu entwickeln. Deshalb müssen die selbst herangezogenen oder gekauften Jungpflanzen unbedingt pikiert, das heißt vereinzelt und in große Töpfe gepflanzt werden. Selbst für einen Topf beachtlicher Größe (25-30 cm Durchmesser) genügen meist fünf bis sechs Pflanzen. Dabei die Pflanze etwas tiefer pflanzen als vorher und lange Wurzeln abknipsen. Beides regt zusätzliches Wurzelwachstum an. Gut angießen und die Erde immer feucht halten, am besten mit abgestandenem, nicht zu kaltem Wasser.

Basilikum liebt humosen, lockeren, eher leichten, nährstoffreichen Boden und braucht eine regelmäßige Wasserversorgung. Die anfänglich recht erbärmlich wirkenden Pflänzchen erstarken nach einigen Tagen und entwickeln bei guten äußeren Bedingungen in warmer, sonniger, windgeschützter Lage eine enorme Wuchsfreude. Die Pflanzen werden schön buschig und kräftig, wenn die Triebspitzen regelmäßig abgeknipst werden.Blühendes afrikanisches Strauchbasilikum

Das ostafrikanische Strauch-Basilikum ist eine sehr wüchsige, stecklingsvermehrte Sorte, die erstaunlicherweise selbst für unsere nördlichen Breiten hinreichend robust ist und sich sogar relativ leicht bei 8 bis 12°C in einem hellen Raum überwintern lässt. Hat die Pflanze Licht und Wärme, genügend Nährstoffe und Feuchtigkeit und auch sonst zusagende windgeschützte Bedingungen, wächst sie erstaunlich schnell zu imposanter, strauchartiger Größe heran. Laufendes Ernten der Triebspitzen und Blütenansätze fördert die Verzweigung und bringt kompakte, buschige Pflanzen hervor. Wenn man es zulässt, entwickelt das afrikanische Strauch-Basilikum schöne rosaviolette Blütenähren, die Bienen und Schmetterlinge magisch anziehen. Lesen Sie weiter...

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